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Fallschirmabsprung über Oberiberg
Oberiberg im Januar 2000 strahlend schönes Winterwetter. R.B. fragt mich ob ich Lust für einen Alpenrundflug hätte, einer ihrer Kollegen hat das Flugbrevet und hätte noch Platz im Flugzeug. Dieses Angebot lies ich mir natürlich nicht entgehen und los geht's. Mit dem Auto nach Lachen zum Flugplatz und ab in die Lüfte. Traumhaft, wenige Minuten nach dem Start überfliegen wir die Voralpen und geniessen die faszinierende Aussicht auf die Bergwelt. Nach etwa einer Stunde sagte R.B. sie hätte noch eine kleine Überraschung für mich, und unser Pilot drehte ab in Richtung Oberiberg. Toll dachte ich, das Ybrig aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben. Nun, ein Erlebnis wurde es, wie man sieht.  R.B. bereitete nämlich alles oder besser gesagt fast alles für einen Fallschirmabsprung vor. Ich weiss nicht, wie sie mich so schnell zum Absprung überreden konnte. Doch als R.B. gesprungen war, lies es mein Stolz natürlich nicht zu, einfach zu kneifen! Also so kam es, dass ich ebenfalls gesprungen bin. Doch oh Schreck ich hatte ja gar keinen Fallschirm! Zum Glück hatte ich dies sofort realisiert und konnte mich im letzten Moment noch an der Tragfläche festhalten. Aber was war mit R.B.?
 






Wenn ich wenigstens meine Handschuhe angezogen hätte, die Tragflächen waren ziemlich kalt. Aber was jetzt, sollte ich versuchen wieder ins Flugzeug zu kommen? Ich versuchte langsam den Tragflächen entlang zum Rumpf zu gelangen, doch der Pilot winkte ab und gab mir zu verstehen, dass ich noch aushalten solle. Aber wie lange sollte ich dies noch aushalten? An eine Landung auf dem Flugplatz wollte ich schon gar nicht denken. Aber ich hatte das Gefühl unser Pilot würde das schon richten.
 

 

 

 

R.B. geniesst sichtlich ihren freien Fall, offensichtlich war sie sich noch nicht im klaren, was sie noch erwartet! Oder hatte sie Ihren Fallschirm doch angezogen und nur meinen vergessen? Ganz ersichtlich ist dies bei diesem Foto leider nicht.

Unser Pilot nahm die Sache scheinbar sehr gelassen, immerhin hänge ich da draussen an der Tragfläche und ob R.B. einen Fallschirm dabei hat war schliesslich auch noch nicht klar! Aber Hauptsache die guten Fotos sind im Kasten!

 

 

 

 

 Nerven hatte unser Pilot offensichtlich, er setzte einfach zu Tiefflug an. Nun im richtigen Moment die Flügel loslassen und ich hatte es überstanden!

Es war übrigens gar nicht so einfach im richtigen Moment die Flügel loszulassen, waren meine Hände doch schon ganz steif gefroren.

 











Und R.B., sie hatte ihren Fallschirm auch vergessen, und landete etwas unkonventionell im Oberiberger Schnee. Nur gut sind wir nicht im Sommer zu diesem Alpenrundflug gestartet!
 

 

 

Offensichtlich hat Sibylle von dieser kleinen Überraschung gewusst, denn der "Kaffi Zwetschgen" war schon bereit. Somit stiessen wir überglücklich zu unserem nicht alltäglichen Erlebnis an.

Ja, R.B. hat an alles gedacht, sogar unser Kaffi hat sie bei Sibylle bestellt. Auch das Timing klappte vorzüglich, nur eben an unsere Ausrüstung hatte sie nicht gedacht! Aber dies war ja nur ein kleines Detail, alles andere verlief perfekt!

Ich habe aber meine Lehren daraus gezogen. Wenn du mit einer Blondine einen Fallschirmabsprung oder ähnliches unternimmst, so kümmere dich selbst um die Ausrüstung!

Red. WBi 2000