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Lachenstockhöhle

Die Lachenstockhöhle ist die Grösste, der vielen Wäggitaler Höhlen. Sie misst eine bisher erforschte Gesamtlänge von ca. 3200 Meter und weist eine Höhendifferenz, von ca. 250 Metern auf. Der Eingang befindet sich oberhalb der Zindelnalp, in den Karrenfeldern vom Lachenstock. Grosse Hallen und enge Schlüpfe sorgen für eine abwechslungsreiche Höhlentour, dabei muss viel geklettert werden. Ohne Technische Hilfsmittel ist man allerdings schon nach wenigen Hundert Metern zum Umkehren gezwungen, müssen doch senkrechte Schächte, von beachtlicher Höhe bezwungen werden. Zu sehen sind Stalakmiten und Stalaktiten.

Leider habe ich aus gewichtsgründen auf das mitführen eines Fotoapparates verzichtet. Glücklicherweise hatte mein Kollege, Stefan, seinen Fotoapparat dabei. Leider jedoch, wie sich später heraus stellte, ohne Film! So habe ich leider bis heute von dieser wunderschönen Höhle keine Fotos. Ich hoffe bald eine erneute Tour unternehmen zu können und dabei auch endlich Fotos machen zu können!

Endlich, nach dem dritten Anlauf kann ich euch die Lachenstockhöhle nun mit Fotos zu präsentieren

Am 30. Juni 2001 war es soweit, um 05.00 Uhr früh Tagwache und anschliessende Fahrt ins Wäggital. Vor uns lagen zwei Stunden Aufstieg mit ca. 800 Höhenmeter, und dies mit einem eher schweren Rucksack. Es wird für diese Höhle eine beachtlichen Menge an technischem Material benötigt.

Um etwa 08.00 erreichten wir den Höhleneingang und genossen bei strahlendem Sonnenschein eine kurze Pause. Nun rüsteten wir uns für den Einstieg. Den Overall und das bekannte "Knagi" angezogen, den Klettergurt montiert und Helm aufgesetzt. Einen letzten Check unserer verschiedenen Lichtquellen und unseres Reservematerials.

Im Eingangsbereich lag noch etwas Schnee. Eisige Kälte blies uns ins Gesicht.

Schon nach wenigen Metern Abstieg im Schnee und Geröll erreichten wir bereits den ersten engen Durchschlupf, anschliessend war wieder ein aufrechtes Gehen möglich. Immer wieder mussten mehr oder weniger schwierige Kletterpartien überwunden werden. Meine Kollegin, Romana, war etwas überrascht über die Schwierigkeiten, welche die Dunkelheit und die nassen Felswände boten. Da die OGH in dieser Höhle, aber gute Arbeit geleistet hatte, waren an allen kritischen Stellen ausreichend Hacken zur Sicherung vorhanden.

Nach kurzer Eingewöhnungsphase kamen wir aber recht zügig voran, so dass wir bereits die Stelle erreichten, wo wir mit unseren Steigklemmen eine senkrechte Wand überwinden mussten. Ich hatte dies schon einige Male geübt, aber nie mit einem derart schweren Rucksack. So bereitete mir dieser Aufstieg ziemliche Mühe und raubte mir doch einige Kraft. Romana hatte hier weniger Mühe und schaffte den Aufstieg am Seil in rekordverdächtiger Zeit, allerdings hatte ich zuvor ihren Rucksack am Seil heraufgezogen.

Eine kurze Verschnaufpause und weiter ging es über tiefe Spalten, durch grosse Hallen und enge Schlüpfe, in denen der starke Höhlenwind ein lautes Rauschen verursachte. Und wieder standen wir vor einer fast senkrechten Wand, in welcher eine Strickleiter montiert war. Auch diese Wand bezwungen wir ohne Probleme. Romana hatte nun etwas Bedenken, was den Rückweg betraf. Damit hatte sie natürlich nicht unrecht, spielte nun die langsam aufkommende Müdigkeit, doch eine ernstzunehmende Rolle. Zeitlich waren wir aber sehr gut unterwegs, so beschlossen wir doch noch etwas weiter in die Gänge vorzudringen. Bis wir wider zu einer weiteren senkrechten Wand stiessen, welche erneut mit den Steigklemmen bezwungen werden musste. Obwohl es uns reizte auch noch diese Wand zu erklimmen, entschieden wir uns richtigerweise für den Rückzug. Nach einer ausgiebigen Pause nahmen wir nun den Rückweg in Angriff. Romana war nun doch an einigen Stellen etwas unsicher. Wir waren nun froh über das zusätzliche Seil, welches ich zur Sicherheit die ganze Zeit mitgeschleppt hatte, so konnte ich uns an den kritischen Stellen ausreichend sichern. Wir brauchten zwar dadurch einige Zeit länger, dafür waren wir aber auf der sicheren Seite. Romana war nun sichtlich erleichtert und bewältigte alle Passagen, ohne nennenswerte Probleme, so dass wir um ca. 16.00 den Ausgang erreichten. Wir mussten uns aber noch einige Zeit im Eingang verweilen, da uns ein Gewitter am Abstieg hinderte. In der Zwischenzeit meldeten wir uns via Natel zurück, danach machten wir uns auf den Rückweg, welcher wir nach weiteren 1 1/2 Stunden hinter uns gelassen hatten! Zuhause wäre eigentlich noch Material putzen angesagt gewesen, dies habe ich dann aber auf den nächsten Tag verschoben. Diese Arbeit  nahm auch nochmals gute zwei bis drei Stunden in Anspruch! Die Lachenstockhöhle werden wir sicher ein weiteres Mal besuchen, und dann hoffe ich das die Zeit und nicht zuletzt auch die Kraft ausreicht, um noch weiter ins Innere vorzustossen, oder auch noch einige der zahlreichen weiteren Gänge zu erkunden.

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  Red. WBi September 2001