Blüemlisalphorn 3661 M.ü.M.

Von der Bundläger Sennhütte (1918) starten wir am Vortag in Richtung Blüemlisalphütte, zuerst mässig ansteigend bis Punkt 2050 anschliessend steil bis zum Sattel Uf der Wart 2459 und weiter steil bis Hohtürli 2778. Nach diesem anhaltend steilem und strengem Aufstieg erblickt man nun endlich die Blüemlisaplhütte 2835, das Tagesziel ist wenig später erreicht. Nach dem Einrichten im Schlafraum heisst es nun einfach nur die wunderschöne Bergwelt geniessen und erholen. Nach dem Abendessen gibt’s zum Dessert noch einen fantastischen Sonnenuntergang zu bewundern ehe es ins Bett geht wo eine unruhige schlaflose Nacht bevorsteht. Hütten sind nicht gerade meine bevorzugten Nachtquartiere, Schnarchen hier, schnarchen dort, es will einfach nicht schlafen. Als es dann doch endlich schläft ist schon wieder Tagwache, mitten in der Nacht geht es schon wider los. Blitzartig aufstehen, essen, Brot war es glaube ich das ich da mit etwas Butter und Konfitüre herunterwürge, dazu so ein schwarzes Getränk sah aus wie Kaffee. Und schon ziehen wie die Steigeisen an die bevorstehende Route führt gleich hinter der Hütte auf den Gletscher.

Stirnlampe montiert und schon marschieren wir los, die relativ hohen Temperaturen bereits mitten in der Nacht verlangen ein zügiges Tempo. So richtig wach bin ich noch nicht wirklich aber schon ganz flott unterwegs. Nach wenigen hundert Metern Gletscher unter den Füssen dann das Adrenalin das ich zum wach werden brauchte. Unter meinen Füssen war plötzlich gar nichts mehr, zu das Loch unter mir war so schwarz wie die Nacht, meine Beine baumelten gerade in einer tiefen Spalte. Nun war ich definitiv wach, Peter mein Bergführer hatte die Situation aber jederzeit im Griff und weiter ging die Tour im ewigen Eis zwischen Wildi Frau und Ufem Stock über einen Sattel zwischen den Punkten 3002 und 3002. Die Route ist bisher nur eher leicht ansteigend bzw. teilweise flach. Der Aufstieg zum Rothornsattel 3177 jedoch ist dann sehr steil und anspruchsvoll. Von hier geht es anschliessend im Fels und Schnee dem Gipfelgrat folgend auf das Blüemlisalphorn 3661 M.ü.M. welches wir schon um ca. 06.30 Uhr erreichen.

Die Abstiegsroute führt uns zuerst auf derselben Route zurück auf den Gletscher, Peter entscheidet sich dann für die Route zwischen Blüemlisalp Rothorn und Ufem Stock über den stark zerklüfteten Gletscher, eine spannende Route mit vielen Spalten die jedoch teilweise gut sichtbar waren. Bei der Blüemlisalphütte trennten sich dann unsere Wege, Peter stieg wider zur Bundläger Sennhütte ab während ich die Route vorbei am Oeschinensee Richtung Kandersteg wählte.

Kartenausschnitt Schweizerische Eidgenossenschaft