Sternenhöhle Ybrig

Dieses mal begehen wir eine Höhle in der Region, schliesslich haben wir diese spannende Höhle praktisch vor der Haustüre im Hoch-Ybrig. Gereizt hat uns das schon lange, doch der Zustieg hatte uns bisweilen abgeschreckt. Nun war es aber soweit, wir wagen den abenteuerlichen nicht ganz ungefährlichen Abstieg zur Sternenhöhle, Steinschlag ist hier das grosse Problem. Einzeln und mit grösster Vorsicht seilen wir und in die Schlucht ab, insgesamt benötigen wir für den Abstieg und die Traverse fast 90 Meter Seil.

Der Eingang, ein riesiges Portal hat schon sehr imposante Dimensionen und der darauf folgende Hauptgang steht diesem zu Beginn in keiner Weise nach. Über grosse Blöcke und Geröll geht es bequem vorwärts, da es sich um eine Horizontalhöhle handelt können wir auch das Klettermaterial draussen lassen. Einige kurze engere Stellen sind gut zu bewältigen bis der Hauptgang bei einem Siphon wegen zu hohem Wasserstand nicht mehr begehbar wird. Aus vorher konsultierten Unterlagen und Plänen ging aber hervor, dass man dieses Siphon umgehen kann. So gingen wir auf die Suche wo allenfalls ein Gang abzweigt, viele kleinere Seitengänge machten es nicht gerade einfach, wäre da nicht bei einem Gang ein deutlicher Luftzug zu spüren. Ob es der richtige Ast ist wird sich zeigen, jedoch ist dieser Gang eng, ja sehr eng und wird doch tatsächlich immer noch enger. Es ist eine richtige Zwängerei, spitzige und scharfe Steinformationen können einem hier so richtig weh tun und so der eine oder andere blaue Flecken als Andenken zurück lassen. Aber wir sind auf dem richtigen Weg, bzw. im Richtigen Gang, dem Krebsgang der verständlicherweise gerne gemieden wird, aber bei gefülltem Aqua-Siphon unumgänglich wird. endlich nach ca. 20 Metern stossen wir wieder auf den grösseren Hauptgang, sogar aufrechtes gehen ist hier wider möglich.

Hier stossen wir auch auf einige schöne Tropfsteine was wir in einer aktiven Wasserhöhle eigentlich nicht so erwartet hätten. auch hören wir nun wasserrauschen, vorbei an wunderschönen ausgewaschenen Steinformationen folgen wir weiter dem Hauptgang bis wir auf den Höhlenbach stossen, diesem folgen wir zurück bis wir wider zum Aqua-Siphon stossen. Dem Hauptgang und dem Höhlenbach hätten wir noch weiter folgen können, doch für diesen Tag hatten wir genug, schliesslich mussten wir uns auch wieder durch den Krebsgang würgen und zu guter Letzt stand ja auch noch der Aufstieg aus der Schlucht an.